Lackierung
Lacke vernetzen sich sehr stark mit der Struktur des Papiers. Sie verursachen starke Probleme im Recyclingprozess und sind deshalb oft nicht mehr wiederverwendbar.
Dispersionslack
Dispersionslack besteht im Wesentlichen aus Wasser, Bindemitteln, sowie Harzen und Wachsen, und ist somit der umweltfreundlichste unter den Lacken.
Der Dispersionslack wird gleich nach dem Farbdruck auf den Karton aufgetragen. Er verschafft eine Verbesserung der Materialeigenschaften. Die Druckerzeugnisse sind im Nachhinein leicht wasserabweisend und besser vor Abrieb und Verschmutzungen geschĂŒtzt. Dispersionslack gibt es in verschiedenen AusfĂŒhrungen â glĂ€nzend, matt oder seidenmatt.

UV-Lackierung
Bei der UV-Lackierung wird flĂŒssiger Kunststoff auf eine OberflĂ€che aufgetragen und dann mit Hilfe von UV-Strahlung ausgehĂ€rtet. Dadurch entsteht eine hauchdĂŒnne glĂ€nzende Schicht, mit der schöne Effekte kreiert werden können.
In Punkto Nachhaltigkeit ist die UV-Lackierung jedoch recht problematisch. Denn die aufgetragene Kunststoffschicht kann nicht ohne weiteres wieder von dem Druckerzeugnis entfernt werden und macht somit das Recycling des Produktes unmöglich. Somit darf dieses Druckprodukt nicht ins Altpapier, sondern muss in den RestmĂŒll.
Duftlack
Der Duftlack, bestehend aus Kunstharz, wird als fĂŒnfte Farbe im Druckverfahren aufgetragen und bildet die oberste Schicht. Durch Reibung oder leichten Druck platzen winzige Kapseln auf und setzen einen Duft frei. Bislang gibt es noch keine Methode, Kapseln aus einem biologisch abbaubaren Material herzustellen. Trotzdem lĂ€sst sich ein Papier mit Duftlack recyceln, da die Auftragsmenge des Duftlacks sehr gering ist.
Quelle: Eggerdruck, Seismografics